Entwurf für die Abänderung des
Flächenwidmungsplans
(öff. Auflage von 24.7. – 5.9.2001);
Stellungnahme des Klimabündnis Pressbaum – AK Öffentlichkeitsarbeit

                                                                                                                                                                      Pressbaum, 3.9.2001

 Sehr geehrte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, 
Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

 

Die Arbeitskreise Öffentlichkeitsarbeit und Energie des Klimabündnis Pressbaum erlauben sich, im Folgenden zum öffentlich aufgelegten Entwurf der Änderung des örtlichen Raumordnungsprogramms Stellung zu nehmen.

1.) In den Punkten 2, 3, 7, 8, 9 und 15 des Entwurfs ist jeweils eine Umwidmung von Grünland „Gl“ in Bauland „BW“ beabsichtigt. Dazu ist seitens des Klimaschutzes zu sagen, dass diese Vorgehensweise der weiteren Zersiedelung Vorschub leistet. Zersiedelung schafft bzw. verstärkt jedoch zahlreiche – auch und vor allem – klimaschutzrelevante Probleme:

 

Viele der skizzierten Probleme lassen sich verhindern, wenn die GemeinderätInnen bereits bei der Flächenwidmung beachten, der weiteren, schrittweisen Zersiedelung nicht zuzustimmen. Im Nachhinein kann das Problem der Zersiedelung kaum oder nur mit unverhältnismäßigen Aufwand (Budgetbelastung!) gelöst werden.

Daher ist es nach Ansicht des Klimabündnis Pressbaum unbedingt notwendig, sich bereits vor einer möglichen Widmung Gedanken zu machen, wie stark eine beabsichtigte Flächenwidmungsänderung den Zielen des Klimaschutzes (v.a. Reduktion des Kohlendioxid – Ausstoßes um 50 %) zuwider läuft.

2.) Die unter Punkt 10 im Entwurf vorgesehene Umwidmung betrifft u.a. eine Liegenschaft, welche für die Ausweitung einer Betriebsanlage reserviert werden soll. Im Zuge eines Ortsaugenscheins mussten wir feststellen, dass es sich bei der Liegenschaft um eine große Wiese handelt, welche das Landschaftsbild in diesem Bereich wesentlich prägt. Um dem Anliegen der Gemeinde, Betriebe anzusiedeln, zu entsprechen, und gleichzeitig flächenschonend vorzugehen, regen wir an, das Ausmaß der Widmung zu verringern.

3.) Die Umwidmung am Bartberg widerspricht u.M. dem „örtlichen Raumentwicklungskonzept“. Die Abgrenzung der Siedlung Bartberg ist dort bezeichnet als „Abgrenzung von isolierten Baulandbereichen ohne (!!, Anm.) Erweiterungsmöglichkeit“.

4.) In einem der Umwidmungsfälle, jenem neben der „gelben Zone“ an der Grenze zur Gemeinde Wolfsgraben, handelt es sich bei der betreffenden Fläche laut „örtlichem Raumentwicklungskonzept“ um „Wichtige siedlungsgliedernde oder siedlungsbegrenzende Grünelemente“. Aufgrund der Wichtigkeit dieses Grünelements sollte die Umwidmung jedenfalls unterbleiben. 

Wir ersuchen die Gemeinderäte und Gemeinderätinnen der Klimabündnisgemeinde Pressbaum, diese unsere Stellungnahme in ihr Abstimmungsverhalten einfließen zu lassen und so dem vorausschauenden Klimaschutz Rechnung zu tragen. 

Für die Mitglieder der Klimabündnis Arbeitskreise

Dominik Schreiber
Leiter Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

Ansprechpartner für diese Seite: Dominik Schreiber [20-okt-2003]